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Aktuelles FuE-Projekt: aramis

Projekt aramis erforscht Multicore-Anwendungen in Verkehrssystemen

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Das vom BMBF geförderte Projekt Automotive Railway Avionics Multicore Systems (aramis) ist im Dezember 2011 mit der symbolischen Übergabe eines Förderbescheids durch Bundesministerin Prof. Dr. Anette Schavan und dem Kick-Off des Projekts erfolgreich gestartet. aramis hat das Ziel, den breiten Einsatz von Multicore-Systemen, die hohe Anforderungen hinsichtlich Sicherheit, Zuverlässigkeit und Schutz gegen unbefugten Zugriff erfüllen müssen, vorzubereiten. Im Fokus liegen hierbei die Domänen Automobil und Avionik. Um dieses Ziel zu erreichen, vereinigt das Konsortium Kompetenzen aus allen Bereichen: Hersteller aus dem Automobil- und Flugzeugbau, deren Zulieferer, Hard- und Softwarehersteller und die auf den relevanten Gebieten renommierten Forschungseinrichtungen. Die technischen Ziele von aramis sind Hard- und Software-Architekturen sowie Methoden, welche die Entwicklung von Multicore-Systemen und Virtualisierung für Auto, Bahn und Flugzeug erlauben.
In den Teilprojekten wird aktuell zunächst eine systematische Analyse und Beurteilung des Stands der Technik auf den Ebenen System, Hardware und Software sowie Werkzeuge und Entwicklungsmethodik durchgeführt. Erste Ergebnisse lassen sich insbesondere aus dem Teilprojekt „Szenarien und Anforderungen“ berichten. Dieses hat eine Basis für modellbasiertes Requirements Engineering geschaffen, die den Projektpartnern die firmen- und domänenübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht. Des Weiteren wurde ein Systemstrukturmodell mit Abstraktionsebenen, ein Inhaltsmodell als Referenz für die Modellierung, ein gemeinsam genutztes Werkzeug-Plug-in sowie die nötige Infrastruktur zur verteilten Zusammenarbeit an einem projektübergreifenden Modell geschaffen.
Die Abstraktionsebenen (siehe Abbildung exemplarisch für Automobil) umfassen die Cyber-Physical Systems (CPS)-Ebenen mit Smart Cities und Smart Mobility, die Domänen­ebenen (Avionik, Automobil, Bahn), die Systemebene (z.B. Fahrerassistenzsys­teme, Car-2-X, Kabinenmanagement) und die Subsys­temebenen (hierarchisch, Anzahl je nach Bedarf) bis zur Software-/Hardwareebene.
In den Domänen Avionik und Automobil wurden bereits eine Reihe von Szenarien erarbeitet, deren Verfeinerung in Systemanforderungen bis Ende des Sommers vervollständigt wird. In der Domäne Automobil wurden Szenarien zu den Themen intelligentes Infotainment, kooperative Fahrzeuge, Virtual Engineering und ressourcenneutrales Fahren erstellt. Die Szenarien der Domäne Avionik betrachten die Themen Verkehrsüberwachung, Kabinenmanagement und Katastrophenmanagement. Die Domäne Bahn startet zeitlich verzögert.
Die Anteile der Szenarien und Anforderungen, welche für alle Anwendungsdomänen gelten, werden in der Domäne „Common“ konsolidiert. Das betrifft vor allem Querschnittsthemen wie Nachhaltigkeit, Kontinuität und Migration. Dadurch entsteht eine wiederverwendbare Datenbasis als Referenz, die im weiteren Projektverlauf domänen­übergreifend genutzt werden soll.

Mehr Informationen unter:
www.projekt-aramis.de

aramis - Übersicht

Laufzeit: 01.12.2011 - 30.11.2014
Koordinator: Prof. Dr. Jürgen Becker, KIT Dr. Oliver Sander, KIT
Volumen: ca. 36,5 Mio. Euro
Fördervolumen: ca. 21 Mio. Euro
Förderung durch: BMBF
Aufwand: 3.000 Personenmonate
Konsortium: KIT (Koordinator), AbsInt, Airbus, Audi, BMW, Bosch, Continental, Daimler, Diehl, EADS, Elektrobit, ForTISS, Fraunhofer, Freescale, Infineon, Intel, Liebherr, OFFIS, OpenSynergy, SYMTAVISION, SYSGO, TU Braunschweig, TU Kaiserslautern, TU München, Uni Kiel, Uni Paderborn, Uni Stuttgart, Vector Informatik, Wind River