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ARTEMIS

ARTEMIS Call 2013 und Neuerungen ab 2014

Inhaltsverzeichnis

Call 2013

ARTEMIS ist das europäische Joint Undertaking (JU) zur Förderung von Embedded Computing Systems, die 2007 im Rahmen des 7. Europäischen Rahmenprogramms (FP7) gegründet wurde. In diesem Jahr wird der sechste und damit letzte Call dieser Förderperiode durchgeführt. Da die Vertragsverhandlungen der zu bewilligenden FuE-Projekte bis Ende 2013 abgeschlossen sein müssen, unterliegt der aktuelle Call einem sehr knappen Zeitplan mit folgenden Fristen:

Post Brokerage Event 23. April 2013 in Brüssel
Call-Schließung 6. Juni 2013
Entscheidung zur Evaluation der Projektanträge und Start der Vertragsverhandlungen September 2013
Finale Entscheidung zur Förderung von FuE-Projekten bis Mitte Dezember 2013
Projektstart Anfang 2014

 

Eingereicht werden können Projekte sowohl zu den Themen der acht ARTEMIS Subprogramms als auch zu Themen der ARTEMIS Innovation Pilot Projects (AIPPs). AIPPs ermöglichen sehr große, produktnahe europäische FuE-Projekte in gesellschaftlich relevanten Bereichen. Die Ausschreibung des aktuellen Calls ist offen für folgende AIPPs:

  • AIPP 2: Innovative Integrated Care Cycles
  • AIPP3: Seamless communication and interoperability - Smart environments: the Neural System for society 
  • AIPP5: Computing platforms for embedded systems

Die ersten AIPPs sind die in 2012 bewilligten Projekte Arrowhead und CRYSTAL. Bei der Projektinkubation von CRYSTAL war SafeTRANS über das Center of Innovation Excellence EICOSE stark beteiligt.

Beim aktuellen Call können für deutsche Beteiligte Projekte in ASP 3 und 5 sowie in allen acht ASPs gefördert werden.

Eine ausführliche Beschreibung der Themen und Auswahlkriterien für Projekte sind im ARTEMIS Workprogramme 2013 beschrieben. Dieses sowie alle weiteren Informationen zum Call sind auf folgender Webseite verfügbar:
www.artemis-ju.eu/call2013

Eine kurze Übersicht zu den ASPs sowie Hintergrundinformationen zu den AIPPs finden Sie in SafeTRANS News 3/2011 ab Seite 16
(verfügbar unter: www.safetrans-de.org/de_newsletter_2011.php).

Die Zukunft

ARTEMIS als eine JU wird von der Europäischen Kommission, den ARTEMIS Mitgliedstaaten und der ARTEMIS Industry Association (ARTEMIS-IA) getragen. Mit Inkrafttreten des FP7-Nachfogleprogramms Horizon 2020 ab 2014 werden sich für ARTEMIS Neuerungen ergeben, da Horizon 2020 das übergeordnete Finanzinstrument zur Umsetzung der Forschungs- und Innovationsstrategie der Europäischen Union ist und sowohl die Themen als auch der Prozess zur Unterstützung von FuE überarbeitet werden (mehr zur Ausarbeitung des Programms Horizon 2020 in SafeTRANS News 2/2011, verfügbar unter: www.safetrans-de.org/de_newsletter_2011.php).
Welche Neuerungen das für ARTEMIS konkret sein werden, steht allerdings noch nicht fest. Derzeit wird die Möglichkeit der Zusammenlegung von ARTEMIS mit der European Technology Platform on Smart Systems Integration, EPoSS, und mit ENIAC, dem Joint Undertaking für Nanoelektronik, diskutiert. Für eine Zusammenlegung sprechen ein geringerer Verwaltungsaufwand und die thematische Nähe. Negativ auf Themen zu Embedded Systems könnten sich die sehr unterschiedlichen industriellen FuE-Budgets auswirken. In der Nanoelektronik treten durch den Aufbau kostspieliger Labore und Fabriken zum Testen der Neuerungen typisch deutlich höhere FuE-Kosten auf als in der Embedded Systems-Domäne. Ein von ARTEMIS-IA favorisierter Kompromiss sieht die Zusammenlegung der drei Förderinstrumente auf administrativer Ebene vor, möchte aber die FuE-Budgets getrennt ausschreiben. Inwieweit dieser Vorschlag umgesetzt wird, ist noch offen. Des Weiteren werden die Industry Associations der drei Plattformen bestehen bleiben.