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Europäische Förderung

Europa sucht fünf neue KICs

Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft werden in KICs verzahnt.

Inhaltsverzeichnis

Die europäische Forschung wird ab 2014 für sieben Jahre durch das neue Rahmenprogramm für Forschung, Entwicklung und Innovation Horizon 2020 unterstützt (siehe Seite 6). Innerhalb von Horizon 2020 ist das European Institute of Innovation and Technology (EIT) als eigenständige Institution nach seinem Start im Jahr 2010 weiter fest verankert. Ziel des EIT ist es, Innovationen zu fördern, d.h., Prozesse und Aktivitäten zu unterstützen die

  • von der Idee zum Produkt,
  • aus Labor auf den Markt und
  • vom Studenten zum Unternehmer

führen. Das EIT verzahnt dazu drei grundlegende Bereiche: Hochschulbildung, Forschung und Wirtschaft in sogenannten KICs - Knowledge and Innovation Communities (siehe SafeTRANS News 3/2011). Das Modell der KICs zeichnet sich aus durch:
Autonomie und Integration: Jedes KIC ist als eigenständige juristische Person angelegt, die Weltklassepartner aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft zusammenführt.
Co-Location: Ein KIC ist an fünf bis sechs Spitzenorten in mindestens drei EU-Staaten angesiedelt.
Langfristige Strategie: Für durchschnittlich zehn Jahre werden die KICs vom EIT unterstützt und soll en danach selbsttragend sein.
Hohes Engagement der Partner und Finanzierung: Das EIT finanziert maximal 25 % des Gesamtbudgets eines KICs. Die restlichen 75 % werden aus privaten und öffentlichen Mitteln eingeworben. (Öffentliche Mittel können aus nationalen, regionalen als auch europäischen Quellen kommen. Das Hinzuziehen von weiteren öffentlichen Mitteln, neben der EIT-Grundfinanzierung durch die EU, ermöglicht eine fokussierte und abgestimmte Förderung über nationale Grenzen hinweg.)
Ergebnisorientierte Aktivitäten: KICs basieren auf einem Business-Plan mit messbaren Erfolgskriterien, die zur Evaluierung durch das EIT herangezogen werden. Von der Prüfung hängt die finanzielle Unterstützung des EIT ab, was sowohl die Grundfinanzierung als auch darüber hinaus gehende Mittel betrifft.
Kultur: KICs sind durch einen starken Unternehmergeist geprägt.
Seit 2010 gibt es bereits drei KICs:

  • Climate-KIC, welches sich mit dem Klimawandel beschäftigt,
  • KIC InnoEnergy, für Themen zur nachhaltigen Energieversorgung und
  • EIT ICT Labs für Innovation im Bereich Informations- und Telekommunikationstechnologie.

Ab 2014 werden fünf weitere KICs ausgewählt. Der Call für KIC-Vorschläge wird im ersten Quartal 2014 veröffentlicht und in drei Wellen umgesetzt, d.h., die Gesamtausschreibung mit verbindlichen Kriterien erfolgt im Call 2014 und die Themen werden auf die Jahre 2014, 2016 und 2018 aufgeteilt. Der aktuelle Vorschlag ist, die folgenden Themen zu adressieren. In 2014:

  • Healthy living and active ageing
  • Raw materials - sustainable exploration, extraction, processing, and recycling

Themen in 2016:

  • Food4Future - sustainable supply chain
  • Added-value manufacturing

Thama in 2018 (in Abhängigkeit der Evalution des EIT durch die EU):

  • Urban mobility

Bewerbungen können bis mindestens sechs Monate nach Beginn des Calls eingereicht werden. Zur Vorbereitung wird das EIT Dokumente über die Auswahlkriterien für die kommende Welle und die EIT-Finanzvorschriften veröffentlichen. Außerdem werden zur weiteren Unterstützung zusätzliche Informationen zur Verfügung stehen, wie Tipps zu Partnerschaften und zur Organisation eines KICs, Hinweise zu betrieblichen, vertraglichen und finanziellen Fragen sowie Auskünfte zur Evaluierung. Darüber hinaus wird nach der Call-Veröffentlichung ein KIC-Informationstag des EIT stattfinden.
Im Rahmen von Horizon 2020 stehen nach dem derzeitigen Vorschlag für die bestehenden und zukünftigen KICs ca. 2,4 Mrd. € zur Verfügung. Ein Strategiepapier zum EIT - die Strategic Innovation Agenda - wird voraussichtlich Ende 2013 bzw. Anfang 2014 verfügbar sein.
Weitere Informationen zur Ausschreibung für KICs ab 2014:
http://eit.europa.eu/kics/2014-call-for-kics/