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ECS SRIA 2021

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Embedded Software und Complex Systems in ECS SRIA verankert

Die von AENEAS, ARTEMIS-IA und EPoSS gemeinsam erstellte „Electronic Components & Systems Strategic Research and Innovation Agenda“ (ECS SRIA) wird derzeit neu erarbeitet.

Inhaltsverzeichnis

Elektronische Komponenten und Systeme sind eine Grundlage der digitalen Wirtschaft. Um die EU-Forschung hinsichtlich ECS ausrichten zu können, entwickeln die drei europäischen Industrieverbände AENEAS, ARTEMIS-IA und EPoSS, die Großunternehmen, KMU, Universitäten und Forschungsinstitute umfassen, eine gemeinsame strategische Forschungsagenda. Diese wird aktuell in der vierten Auflage für 2021 neu erarbeitet. Die ECS SRIA identifiziert wichtige Forschungsprioritäten, technologische Herausforderungen und Anwendungsbereiche, um die digitale Zukunft Europas mitzugestalten.
Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Versionen der SRA, bei denen es sich im Wesentlichen nur um Anpassungen und Fortschreibungen der 2017 erstmalig erstellten gemeinsamen SRA handelte, wird die vierte Auflage als sogenanntes „großes Update“ völlig neu strukturiert. Dies erlaubt eine Anpassung und Schwerpunktsetzung der FuE-Themen an die aktuelle und zukünftige Entwicklung von Embedded und Cyber-Physical Systems. Die ECS SRIA 2021 wird aus zwei Hauptteilen bestehen:

  • Dem Richtlinienpapier Part A, welches der Einführung in die ECS SRIA 2021 sowie als eigenständiges Dokument für strategische Entscheidungen dient und
  • den detaillierteren Themenbeschreibungen im zweiten Teil, Part B, der auf einem Bottom-up-Ansatz basiert und u. a. Projektmanager bei der Ausgestaltung europäischer Verbundprojekte unterstützt.

Im Teil A werden soziale Herausforderungen und deren digitaler Bezug, die europäische Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Wirtschaft, Umsetzungsempfehlungen und die Positionierung der ECS SRIA im europäischen FuE-Umfeld thematisiert. Ebenso werden Ergebnisse der EU-Studie zu Embedded Intelligence [1] aufgegriffen, die Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Software-intensiven Bereiche beinhalten.
Der zweite Teil beschreibt FuE-Herausforderungen aus Industrie und Grundlagenforschung. War die SRA in den vergangenen Versionen noch zweidimensional strukturiert in Anwendungs- und Technologiefelder, so besitzt die neue SRIA eine dreidimensionale Struktur: Anwendungsfelder wie Mobilität, Energie, Medizin und weitere beschreiben die Ziele und erwarteten Applikationen. Dies wird komplementiert durch Technologieentwicklungen, die zum einen entlang eines Technology Stacks angeordnet sind, zum anderen querschnittlich zu diesem Stack liegen (vgl. Abb 1). Im Technology-Stack sind insbesondere die Ebenen „Embedded Software and beyond“ sowie „Complex Systems“ neu im Vergleich zu vorangegangenen Versionen der SRA. Damit erhält der Software-Bereich auf europäischer FuE-Ebene mehr Sichtbarkeit, was zur Stärkung von Software-intensiven Verbundprojekten beiträgt. Gemeinsam mit Horst Pfuegel (AVL) und Ralf Popp (edacentrum) verantwortet Jürgen Niehaus (SafeTRANS CEO) das Kapitel „Archcitectures and Design: Methods and Tools“, in dem kontinuierliche Lebenszyklus umspannende Entwicklungsprozesse (DevOps und continuous system integration), Referenzarchitekturen und Plattformen sowie die zur Entwicklung moderner ACPS benötigten Methoden und Werkzeuge das zentrale Thema sind.

Abb. 1: Inhaltl. Struktur der zukünftigen ECS SRIA 2021, Part B.

Die ECS SRIA 2021 bildet die Grundlage für Projekte des EU-Förderprogramms ECSEL und damit die Basis für den kommenden ECSEL-Call in 2021 Darüber hinaus strahlt die ECS SRA aus auf das neu zu entwickelnde europäische Forschungsrahmenprogramm (Nachfolger für Horizion 2020), die Joint Undertaking Key Ditigal Technologies, EU-Lighthouse-Initiativen sowie weitere EU-Förderinstrumente (u. a. EUREKA‘s PENTA/EURIPIDES und „Important Project of Common European Interest“, IPCEI). Voraussichtlich ab Q3 2020 wird die ECS SRIA 2021 als Draft verfügbar sein. Die Veröffentlichung ist für Ende 2020 geplant.

[1] Embedded Intelligence: Trends and Challenges. A Study by Advancy. ARTEMIS-IA (Hrsg.). 2019