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Absicherung hochautomatisierter Fahrfunktionen im Projekt PEGASUS

Aktuelle Testverfahren zur Produkteinführung und Zulassung automatisierter Fahrzeuge sind unvollständig, zeit- und kostenintensiv und vor allem herstellerspezifisch. Genau hier setzt PEGASUS an: Es definiert neue Kriterien und Maßgaben zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen. In einer gemeinsamen Forschungsarbeit entwickeln die Projektpartner somit bis Juni 2019 allgemein akzeptierte Methoden und Werkzeuge für die Überprüfung hochautomatisierter Fahrzeugfunktionen.
Kurz: PEGASUS schließt die bestehenden Lücken in den Bereichen Testen und Freigabe hochautomatisierter Fahrzeuge, sodass die Resultate verschiedener Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie bereits existierende Fahrzeugprototypen effizient in marktfähige Produkte überführt werden können. Zentraler Use-Case des Projekts ist ein hochautomatisierter Autobahn-Chauffeur. Das automatisierte Fahrzeug übernimmt auf der Autobahn für einen gewissen Zeitraum bei Tempo 130 km/h die Steuerung. Stößt die Automation an ihre Grenzen, muss der Fahrer mit ausreichender Zeitreserve das Steuer allerdings wieder übernehmen. Zum Projektende von PEGASUS sollen dann die gewonnen Erkenntnisse aus der Erprobung mit dem Autobahn-Chauffeur mit einer komplexeren Funktion z.B. im urbanen Umfeld validiert werden.
PEGASUS steht für Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen. Das Gesamtbudget für die Forschungskooperation beträgt 34,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium (BMWi) fördert das Projekt mit 16,3 Millionen Euro.
Die Projektpartner sind Adam Opel AG, Audi AG, Automotive Distance Control Systems GmbH, BMW Group, Robert Bosch GmbH, Continental Teves AG & Co. oHGContinental, Daimler AG, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen (fka), iMAR Gesellschaft für inertiale Mess-, Automatisierungs- und Regelsysteme mbHiMAR, IPG Automotive GmbHIPG, Opel, QTronic GmbH, TraceTronic GmbH, Technische Universität Darmstadt - FZDTU Darmstadt, TÜV SÜD Auto Service GmbH, VIRES Simulationstechnologie GmbHVIRES und die Volkswagen AG. Als Unterauftragnehmer arbeiten zudem zahlreiche Universitäts- und Forschungsinstitute sowie kleinere und mittelständische Unternehmen an dem Projekt mit.