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Forschungszentrum Sicherheitskritische Systeme für sozio-technische Systeme

Die Universität Oldenburg erhält ein neues interdisziplinäres Forschungszentrum im Bereich sicherheitskritische Systeme. Die Wissenschaftler setzten sich mit ihrem Antrag „Interdisdiplinary Research Center on Critical Systems Engineering for Socio-Technical Systems“ als einer von vier Anträgen durch - in einer neuen Forschungsinitiative Niedersachsens, die Forschungspotenziale an ausgewählten Hochschulstandorten stärken will. Das Forschungszentrum wird von der VolkswagenStifung auf Vorschlag der Landesregierung aus dem Niedersächsischen Vorab mit 5 Mio. Euro über drei Jahre gefördert. Neben der Universität Oldenburg sind das Informatikinstitut OFFIS, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Kompetenzcluster SafeTRANS an dem Forschungszentrum beteiligt. Sprecher ist der Oldenburger Informatiker Prof. Dr. Werner Damm. Das Forschungszentrum für Sicherheitskritische Systeme in Sozio-Technischen Systemen bietet eine Plattform für Wissenschaftler und industrielle Forschung.
Das neue Forschungszentrum will die Interaktion zwischen den im Gesamtsystem handelnden Menschen, ihren Assistenzsystemen und deren technischer und natürlicher Umwelt verstehen, überprüfen und die Entwicklung von sicherheitskritischen Systemen durch verbesserte Modelle und Methoden insbesondere im Verkehrsbereich erarbeiten. „Flugzeuge, Schiffe und Züge – sie alle funktionieren mit Sicherheitskritischen Systemen. Bei der Entwicklung dieser hochkomplexen Systeme müssen wir Fehlerquellen wie menschliches oder technisches Versagen berücksichtigen. Das erfordert hochpräzise Untersuchungen und einen interdisziplinären Forschungsansatz“, betont Werner Damm.
Sicherheitskritische Systeme, also computerbasierte Systeme, deren Versagen Menschenleben gefährden oder schwerwiegende wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen kann, sind längst unersetzliche Bestandteile zahlreicher Wirtschaftssektoren, wie etwa der Automobilindustrie, der Luft- und Raumfahrt, der Meerestechnik, der Automatisierungstechnik, der Energieversorgung und dem Gesundheitswesen. Sie bilden damit eine kritische Basistechnologie, deren ingenieurmäßige Entwicklung aufgrund der sozio-technischen Natur der Systeme einen weit über die klassischen Ingenieurdisziplinen herausreichenden interdisziplinären Ansatz erfordert. Das neu gegründete interdisziplinäre Forschungszentrum Critical Systems Engineering for Socio-technical Systems befasst sich mit sicherheitskritischen Systemen insbesondere im Verkehrsbereich, welche menschliche und computerbasierte Teilleistungen eng miteinander verknüpfen, um durch kooperative Teil- und Hochautomation die gesellschaftlichen Ziele der sicheren und umweltverträglichen Mobilität zu erreichen.
www.uni-oldenburg.de